Höhlen im Donaubergland

Aus Donaubergland Wandern

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Inhaltsverzeichnis

Beilsteinhöhle

Das Naturdenkmal Beilsteinhöhle bei Egesheim war wichtiger altsteinzeitlicher (10.000 v. Chr.) Lebensraum im Gebiet des Großen Heubergs. Der Name Beilsteinhöhle leitet sich von den in der Höhle gefunden steinernen Beilköpfen ab. Durch Funde von Stein-, Knochen- und Keramikgeräten konnte eine Nutzung durch den Steinzeitmensch bis 2000 v. Chr nachgewiesen werden.

Bronnen Höhle

Im Fels, auf dem Schloss Bronnen steht, öffnen sich 3 Höhlen: Bronnenhöhle 1: 30 m lang, 12 m breit, 14 m hohes Portal, hinter dem sich eine Halle erstreckt Bronnenhöhle 2: 10 m neben Höhle 1 gelegen, 8 m lang Bronnenhöhle 3: 25 m lang. Der Eingang liegt 4 m hoch in der Felswand

In den Bronnenhöhlen wurden Funde aus der La –Tène und aus der Bronzezeit gemacht.

Bronner Höhle


Burgstallhöhle

Burgstallhöhle

Burgreste Burgstallhöhle, auch nur als Burgstallhöhle genannt, bezeichnet eine abgegangene Burg an einem Felshang links der Donau, flussabwärts von Fridingen an der Donau im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg.

Von der im 11. Jahrhundert erbauten Höhlenburg sind nur noch Spuren am Fels der Höhle vorhanden.


Buttentalhöhle

Die ersten Spuren menschlichen Wohnens lassen sich auf Buchheimer Gemarkung schon um 12000 bis 10000 v. Chr. nachweisen. In der Nähe des Scheuerlehofes im Donautal, am Eingang zur "Teufelsküche", einer Felsgrotte, liegt die Buttentalhöhle. In den Jahren 1930/31 wurden dort erfolgreiche Grabungen durchgeführt. Es wurden in dieser Höhle 821 Steinwerkzeuge, 3 Bruchstücke von Knochenspeerspitzen, mehrere zugespitzte Knochen und etwa kg Speisereste in Gestalt von Knochenstücken gefunden. Diese stammten vom Wildpferd, Ren, Steinbock, Wildschaf, Braunbär, Eisbär, Schneehasen und Elch. Hier wohnten Steinzeitmenschen, die als Jäger während des Winters in Höhlen hausten.


Jägerhaushöhle

Die Jägerhaushöhle liegt am Fußweg vom Gasthaus Jägerhaus ([1]) im Donautal (Fridingen), direkt an der Donau, hinauf zum zum Schloss Bronnen und zum Hofgut Bronnen, in einem schluchtartig in die hochragenden Massenkalkfelsen eingeschnittenen kleinen Tal. Die lediglich 11 m lange Höhle zählt zu den bedeutendsten Fundplätzen der Mittelsteinzeit (ca. 9. Bis 5. Jahrtausend v. Chr.). Umherziehende Jäger und Sammler suchten die Höhle als vorübergehenden Wohn- und Schutzplatz auf. Werkzeuge aus Feuerstein, Pfeilspitzen und Harpunenteile sowie Gräte aus Knochen und Geweih belegen eine Nutzung dieser Höhle durch die Menschen in allen Phasen der Mittelsteinzeit. Ebenso wurden bei der Ausgrabung 1964 bis 1967 auch Funde aus späteren Kulturschichten gemacht.

Kallenberghöhle

Die Kallenberghöhle liegt in unmittelbarer Nähe der Burgruine Kallenberg. Ein Fußpfad führt durch den verebneten Burggraben östlich der Ruine in den Wald und nach rechts abwärts zur ca. 50 m entfernten Höhle. Das etwa 8 m breite Portal war einst durch eine Mauer verschlossen. Ein beachtlicher Rest der Frontaufmauerung hat sich erhalten. Im unteren Teil wurde Kleinquadermauerwerk verwendet, das nach oben in Bruchsteine übergeht. Es sind als Funde auch Ofenkacheln und Keramik nachgewiesen. Möglicherweise dient die 12 m lange Höhle als Wohn- und Schutzplatz zum Zeitpunkt der Errichtung der Burg Kallenberg (um 1200). Keramikscherbenreste deuten auch auf eine Nutzung der Höhle als Keller hin. Sie könnten mit dem 1905 abgegangenen Oberhof, dem einst nahe gelegenen Wirtschaftshof der Burg Kallenberg, in Verbindung gebracht werden. Die Kallenberghöhle liegt in unmittelbarer Nähe zum Donauberglandweg.

Kolbinger Höhle

Kolbinger Höhle

Die Kolbinger Höhle gehört zu den größten und bedeutendsten Höhlen der südwestlichen Schwäbischen Alb. Sie hat eine Gesamtfläche von über 300 m, davon sind rund 96 m für die Besucher erschlossen. In die Höhle gelangt man durch das imposante „Felsentor“, eine 16 m lange Durchgangshöhle und Höhlenruine. Über die Treppe kommt man in den großen „Stephansdom“ hinab, wo reicher Tropfsteinschmuck und Versinterungen sowie Risse, Klüfte und Spalten die bei der Entstehung von Höhlen sich abspielenden Prozesse und Erscheinungen verdeutlichen. Vom „Stephansdom“ führt eine Treppe durch die sogenannte „Klamm“ hinauf zum schmalen Durchgang zur sogenannten „Felsenstube“. Hier ist der Boden mit zahlreichen Tropfsteinen bedeckt. Ein weiterer enger Treppenaufstieg führt in den schönsten Teil der Höhle („Gralsburg“, „Sagenschloss“), der wunderschönen Tropfsteinschmuck aufweist. Die große Halle der Kolbinger Höhle ist Winterquartier für Fledermäuse.

Anno 1899 und 1906 wurden Knochenreste von Braunbären in der Höhle entdeckt.

Öffnungszeiten Höhle

Karfreitag bis letzten Sonntag im Oktober

Hütte: Ende März bis letzten Sonntag im Oktober


Uhrzeit Sa. 13 bis 17 Uhr

So. + Feiertage 10 bis 17 Uhr


Eintritt Besuch nur mit Führung möglich

Erw. 3 Euro

Kinder bis 16 J. 1 Euro

Gruppen 2,50 Euro p.P.

(nur Wochenende, ab 20 Erw.)


Einkehren

Bewirtschaftete Felsenhütte

(Sa./So., feiertags)

und überdachte Grillstelle


Kontakt Gemeinde Kolbingen

Tel. 07463 - 97083

Sonstiges

Sonderführungen für Gruppen (auch wochentags möglich) nach telefonischer Voranmeldung

Link

http://www.albverein-kolbingen.de/?page_id=88

Lengenfels- und Lengenfelsdurchgangshöhle

Gut 1 km südlich von Bärenthal, nicht weit von der Straße BärenthalBeuron entfernt und unterhalb der ehemaligen Burg Lengenfels gelegen, findet man die 36 m lange Lengenfelshöhle. Vom Parkplatz "Klingletal“ führt ein schmaler Pfad hinauf zur Höhle. Vom großen Portal aus gelangt man in den 30 m langen Hauptgang, an dessen Wänden und Decke sich verwitterte Sinter befinden. Etwa 50 m nördlich der Lengenfelshöhle befindet sich die 20 m lange Lengenfelsdurchgangshöhle. Hier handelt es sich um den Rest einer früher großen Höhle. Hinter dem 35 m breiten und 8 m hohem Portal steigt der Höhlengang steil an und mündet schließlich in einer großen Doline aus. Sie liegt unterhalb der ehemaligen Burg Lengenfels.


Mühlheimer Felsenhöhle

Die Mühlheimer Felsenhöhle ist eine 134 m lange Tropfsteinhöhle. Der Eingang liegt offen in der Felsenhalde (daher der Name Felsenhöhle), und ist zum Schutz der Höhle und der Fledermäuse mit einem Tor verschlossen. Geöffnet ist die Höhle alljährlich an Christi Himmelfahrt sowie von April bis Oktober für Gruppen auf Anfrage.

Die Mühlheimer Felsenhöhle wurde vom Schwäbischen Albverein erstmals 1912 und dann 1977 neu erschlossen. Sie ist 134 m lang und nicht komplett als Schauhöhle ausgebaut, sodass bei einer Besichtigung entsprechende Kleidung und gutes Schuhwerk empfohlen werden. (Keine Angst - Sie müssen nicht kriechen!)


Rappenfelshöhle

1,7 km südwestlich von Kolbingen , in der Nähe des Rappenfelsens, liegt die Rappenfelshöhle. Die Klufthalle mit niedrigem Gang ist zum Hang parallel und die Höhle 46m lang. Der Südeingang ist nur 60cm breit und mündet in eine Halle, während sich am Fuß des Felsens der flache Nordeingang befindet. 1991 wurde in der Höhle eine Silbermünze aus dem 17. Jahrhundert gefunden.

Wulfbachquellhöhle

Wulfbachquellhöhle

- die längste Höhle der Schwäbischen Alb


Rund 750 m von Mühlheim – Altstadt, nur wenige Meter von der ersten Haarnadelkurve in Richtung Kolbingen entfernt, liegt der Eingang der Quellhöhle des Wulfbachs. Seit 1960 erkunden Höhlentaucher die bislang auf 6,4 m erforschte Höhle. Knapp 3 km vom Eingang entfernt wölbt sich das mächtige „Wubadrom“, eine der größten Höhlenhallen in Deutschland. Bei Färb- und Salzungsversuchen im Jahr 1961 stellte man fest, dass Kolbingen eingeleitetes und versickerndes Wasser im Wulfbach wieder austritt. Die Höhle kann nur von geübten Höhlentauchern mit Atemgeräten befahren werden.


Ziegelhöhle

Die Ziegelhöhle liegt westlich der Ruine Kallenberg. Man erreicht sie auf einem markierten, steil ansteigenden Weg von der Ziegelhütte im Donautal aus. Die 80m lange Höhle besitzt eine größere Kammer und tropfsteingeschmückte kleinere Räume. Etwa 150m talabwärts und 70m tiefer als der Eingang zur Ziegelhöhle findet man die Ziegelhöhlenburg (auch Höhle I bei der Ziegelhöhle genannt). Reste einer langen Mauer am breiten Höhlenportal sowie hallstatt- und La-Tène-zeitliche und mittelalterliche Funde weisen auf eine Nutzung als geschützten Aufenthaltsort hin.

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