Burg Wildenstein

Aus Donaubergland Wandern

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Burg Wildenstein

Jugendherberge Burg Wildenstein

Die Burg Wildenstein liegt über dem Donaudurchbruch durch die Schwäbische Alb. Sie gehört zur Gemeinde Leibertingen im Landkreis Sigmaringen.

Die Burg Wildenstein bietet einen traumhaften Blick ins Donautal. Sie liegt direkt am Donau-Zollernalb-Weg, dem zweiten Qualitätswanderweg auf der Schwäbischen Alb nach dem Donauberglandweg, der vom Deutschen Wanderverband mit dem Gütesiegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet worden ist. Darüber hinaus ist die Burg Wildenstein Ausgangspunkt und Ziel weiterer naturnaher Wanderwege des Schwäbischen Albvereins im Oberen Donautal.

Ihre heutige Form, insbesondere die der Außenanlage, stellt fast unverändert den Zustand zwischen 1514 und 1554 dar, als sie unter Gottfried Werner von Zimmern zu einer frühneuzeitlichen Festung umgebaut wurde. Die Geschichte der Burg Wildenstein steht in der Zeit der Herren von Zimmern und der Fürsten von Fürstenberg in enger Beziehung zur Stadt Meßkirch und dem Schloss Meßkirch.

Sie gilt als eine der bekanntesten und best erhaltenen Burgen in Deutschland. Heute wird sie als Jugendherberge genutzt.

Die Burg ist über die beiden ehemaligen Zugbrücken öffentlich bis in den inneren Burghof zugänglich. Bei Führungen (auf Anmeldung) können auch die wichtigsten historischen Räume (Speisesaal mit Renaissance-Malereien, großer Exerziersaal, Burgkapelle etc.) besichtigt werden.

Die Burgschenke wird gastronomisch betrieben.

Sowohl Hauptburg als auch Vorburg stehen auf künstlich abgeschrofften Felsen und sind nur über Brücken zugänglich. Der über die gesamte Breite der Burg reichende Halsgraben mit einer Breite von 20 Metern und ursprünglichen Tiefe von ebenfalls 20 Metern hat, wie der berühmte Stich Matthäus Merians zeigt, bereits in der Vergangenheit Besucher der Burg sehr beeindruckt. Im Innern besitzt die Burg großflächige Renaissance-Wandmalereien von circa 1538 bis 1540 mit Blumenranken und Vogelmotiven, sowie, in einem Bilderzyklus, die komplette Sigenotsage.

Die Anlage, die zu den besterhaltenen und bekanntesten Burgen Deutschlands zählt, befindet sich weithin sichtbar auf einem steil abfallenden Felsen etwa 200 Meter über der Donau, wenige Kilometer flussabwärts von Beuron. Die Spornburg selbst befindet sich auf 810 Meter über Meereshöhe, die Donau auf 608 Meter.

Die urkundliche Erwähnung der Burg 1077 als Grenze der Besitztümer des Kloster Beuron beruht auf einer Fälschung der Chronisten des Klosters. Aufgrund der Auswertung von Keramikfunden ist bekannt, dass die Burg Wildenstein erst im 13. Jahrhundert entstand. Sie ist eine Nachfolgeanlage mehrerer kleinerer Felsburgen in der näheren Umgebung. Dies sind die ehemaligen Burgen Altwildenstein, Unterwildenstein, Wildensteiner Burg Hexenturm und Wildensteiner Burg Hahnenkamm.

Der heutige Bauzustand der Burg, der kaum verändert dem durch Gottfried Werner von Zimmern vorgenommenen grundlegenden Umbau entspricht, sowie die reichhaltige Information über Geschichte und Alltagsleben, die die Zimmerische Chronik auf über 1500 Seiten wiedergibt, führen zur heutigen Wahrnehmung der Burg als Burg der Herren von Zimmern. Dementsprechend breit angelegt ist die historische Darstellung des Wirkens dieses, ursprünglich aus dem oberen Neckartal stammenden, Geschlechts im Rahmen der Burggeschichte. Aber auch die Vorgeschichte der Burg und die Folgezeit im Besitz des Hauses Fürstenberg sollen hier gewürdigt werden.

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Jugendherberge Burg Wildenstein: [1]

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